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Nach Prostatektomie adjuvante Radiotherapie oder Salvage-Bestrahlung?

Autor: Josef Gulden

Momentan scheint Abwarten die beste Alternative zu sein, um den Patienten eine unnötige Bestrahlung zu ersparen. Momentan scheint Abwarten die beste Alternative zu sein, um den Patienten eine unnötige Bestrahlung zu ersparen. © iStock/Mark Kostich

Sollten Männer mit Prostata­karzinom nach einer Prostatektomie sofort bestrahlt werden oder besser eine Salvage-Option erhalten? Drei aktuelle Phase-3-Studien und eine Metaanalyse widmen sich dieser Fragestellung. Das vorläufige Ergebnis: Die beiden Strategien sind zwar ähnlich wirksam, die adjuvante Radiatio führt aber zu mehr Nebenwirkungen.

Lokalisierter oder lokal fortgeschrittener Prostatakrebs wird meist radikal operiert. Bislang war unklar, ob die sofortige adjuvante oder eine Salvage-Bestrahlung – die erst durchgeführt wird, wenn sich ein Rezidiv andeutet – den Patienten mehr Vorteile bringt. Die Ergebnisse dreier randomisierter Studien schienen zunächst auf eine bessere biochemische Kontrolle nach adjuvanter Radiotherapie des Tumorbetts hinzudeuten. Allerdings waren die Langzeitdaten hinsichtlich progressionsfreiem, metastasenfreiem und Gesamtüberleben teils widersprüchlich.

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