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Eisenmangelanämie: Gabe von Vitamin C überflüssig

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Die bisher übliche Zugabe von Vitamin C ist beim Ausgleich einer Eisenmangelanämie nicht nötig. Die bisher übliche Zugabe von Vitamin C ist beim Ausgleich einer Eisenmangelanämie nicht nötig. © iStock/eyenigelen
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Um die Anämie im Zuge eines Eisenmangels auszugleichen, können Betroffene auf Orangensaft verzichten. Zusätzliches Vitamin C zu den Eisentabletten braucht es nämlich nicht.

Die bisher übliche Zugabe von Vitamin C ist beim Ausgleich einer Eisenmangelanämie nicht nötig. Das Metall wird ohne Unterstützung genauso gut resorbiert, wie chinesische Wissenschaftler kürzlich in einer randomisierten Studie herausfanden.

Daran teilgenommen hatten 440 Patienten mit jüngst diagnostizierter Eisenmangelanämie. Die Hälfte von ihnen erhielten drei Monate lang Tabletten mit 100 mg/d Eisen plus 200 mg/d Vitamin C, die andere Hälfte nur das Metall in der gleichen Dosis. Nehmen sollten sie die Tablette(n) alle acht Stunden.

Nach zwei Wochen hatte sich der Hämoglobinspiegel bei den kombiniert Behandelten um durchschnittlich 2,0 g/dl verbessert. Ohne Vitamin C lagen die Werte im Mittel 1,84 g/dl höher. Damit wurden die vordefinierten Kriterien für eine äquivalente Wirksamkeit (Differenz ≤ 1 g/dl) erfüllt. Auch im Ferritinanstieg und der Verträglichkeit zeigten sich keine relevanten Unterschiede.

Quelle: Li N et al. JAMA Netw Open 2020; DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2020.23644

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