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Schiene und PAP bei Schlafapnoe gleichauf

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Bei Problemen mit den Zähnen sollte eher auf eine Maske zurückgegriffen werden. Bei Problemen mit den Zähnen sollte eher auf eine Maske zurückgegriffen werden. © wikimedia/Mattes (CC BY-SA 2.0); iStock/NataliaSokko
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Unterkieferprotrusionsschiene oder die Behandlung mittels positivem Atemwegsdruck? Bei leichter bis mittelschwerer obstruktiver Schlafapnoe sind beide Verfahren ebenbürtig, heißt es in einem Bericht des IQWiG.

Bei leichter bis mittelschwerer obstruktiver Schlafapnoe hilft eine Unterkieferprotrusionsschiene (UPS) offenbar ebenso gut wie die Behandlung mit positivem Atemwegsdruck (PAP). Zu dieser Einschätzung kommt das IQWiG nach Analyse der Studienlage.

Beim Leitsymptom Tagesmüdigkeit ergeben sich dem Bericht zufolge Hinweise auf den Nutzen der Schiene im Vergleich zu keiner Behandlung, bei der Fatigue auch gegenüber einer Placeboschiene. Für die Schlafqualität, die kognitive Leistungsfähigkeit, bei Depressivität und Ängsten, Kopfschmerzen und gesundheitsbezogener Lebensqualität zeigt die Schiene allerdings keinen Vorteil. Im direkten Vergleich ist das Verfahren beim Einfluss auf die Tagesmüdigkeit der PAP-Therapie nicht unterlegen, heißt es. Bei den anderen patientenrelevanten Endpunkten zeigte sich kein relevanter Nachteil der Schiene.

Allerdings, so merken die Autoren an, eignet sich eine zweiteilige UPS nicht für alle Patienten mit leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe gleichermaßen: Bei unzureichendem Zahnbestand, schwerer Parodontitis oder starker Karies sowie bei deutlich eingeschränkter Fähigkeit zu Unterkieferprotrusion oder Mundöffnung kommt das Verfahren nicht infrage.

Quelle: IQWiG-Berichte 2020, Nr. 881


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