Prostatakarzinom

Definition

Das Prostatakarzinom ist die häufigste maligne Tumorerkrankung des Mannes, es manifestiert sich vor allem zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr, nicht selten wird es als Zufallsbefund bei anderen Operationen der Vorsteherdrüse entdeckt. Die Metastasierung erfolgt lymphogen (z.B. obturatorische und iliakale Lymphknoten) sowie hämatogen (z.B. Knochen, Leber und Lunge).

ICD10-Code: C61

Symptomatik

Lokale Symptome

  • Miktionsbeschwerden (verlängerte Miktion mit schwachem Harnstrahl, Inkontinenz, Pollakisurie, Nykturie, Dysurie, Algurie)
  • Erektionsstörungen
  • perineales Druckgefühl
  • Hämaturie
  • Hämatospermie

Allgemeine Symptome

  • ungewollte Gewichtsabnahme
  • Leistungsknick
  • Anämie
  • paraneoplastische Syndrome, z. B. Thromboseneigung

Metastasenbedingte Symptome

  • Knochenschmerzen oder pathologische Frakturen bei Skelettmetastasen (häufig)
  • Lymphödem bei ausgeprägten iliakalen Lymphknotenmetastasen
  • neurologische Symptome bei cerebraler Metastasierung oder bei spinaler Kompression durch Wirbelkörpermetastasen
  • Husten und Dyspnoe bei pulmonaler und / oder pleuraler Metastasierung
  • Ikterus und Leberinsuffizienz bei fortgeschrittener Lebermetastasierung
Untersuchung

Körperliche Untersuchung mit digital-rektaler Palpation der Prostata, ggf. ergänzt durch eine transrektale Sonographie (Ausdehnung und Lage des Tumors),

Histologische Sicherung der Diagnose mittels Stanzbiopsie (transrektal bzw. perineal), die feingewebliche Analyse ermöglicht zusätzlich ein Grading des Tumors (Gleason-Score)

Staging: Oberbauch-Sonographie (Lebermetastasen), MRT oder CT (Lymphknoten etc.), Knochenszintigraphie (Knochenmetastasen), ggf. PET-CT

Alle neun Minuten wird in Deutschland bei einem Patienten mit Prostatakarzinom eine Therapieentscheidung gefällt. Um gut informierte Betroffene dazu...

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Ein neuer Radiotracer findet schnell und präzise Metastasen des Prostatakarzinoms – und das sogar an Stellen, wo sie mit der herkömmlichen Bildgebung...

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Besteht der Verdacht auf ein Prostatakarzinom, lässt sich die Diagnose am besten durch eine Prostatabiopsie erhärten. Was muss dabei beachtet werden? ...

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Der Nutzen regelmäßiger PSA-Tests wird wegen der Gefahr von Überdiagnosen und -therapien kontrovers diskutiert. Eine britische Studie prüfte nun, ob...

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Bildgebung
©wikipedia.org/KGH, CC BY-SA 3.0
Osteoplastische Knochenmetastase im Hüftgelenk in der F-18-Cholin PET-CT; Knochenmetastasen des Prostata-Karzinoms sind meist osteoplastisch, d. h. knochenaufbauend© wikipedia.org/Hg6996, CC BY-SA 3.0
© wikipedia.org/Alex brollo, CC BY-SA 4.0
© wikipedia.org/Alex brollo, CC BY-SA 3.0
Labor

Erhöhte PSA-Werte bzw. ein auffälliger Anstieg des prostataspezifischen Antigens können in der Primärdiagnostik auf einen malignen Tumor hinweisen. Ein PSA-Anstieg unter bzw. nach der Therapie spricht für ein Rezidiv. Vermehrte AP- und Kalziumspiegel können Zeichen für Knochenmetastasen sein.  

Erste Ergebnisse der deutschen risikoadaptierten Prostatakrebs-Screening-Studie PROBASE.

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Anhand welcher Parameter kann man beim Prostatakarzinom eine Prognose abgeben? Die BRCA2-Mutation spricht für ein sehr hohes Mortalitätsrisiko.

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BOSTON. Bei bisherigen Screeningstrategien für das Prostatakarzinom ist die Rate an falsch positiven Befunden noch zu hoch.

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Differenzialdiagnostik

Als Differenenzialdiagnosen kommen z.B. präkanzeröse Läsionen, eine benigne Prostatahyperplasie und die chronische Prostatitis in Betracht. 

Pharmakotherapie und nichtinvasive Therapie

Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom (Infiltration in Nachbargewebe bzw. Lymphknotenmetastasen) brauchen zusätzlich zur radikalen Prostatektomie bzw. Betrahlung eine hormonablative Therapie - mit kurativer Zielsetzung. Wenn bereits Fernmetastasen vorliegen, ist nur noch eine palliative Behandlung möglich, Patienten mit hormonsensitivem Tumor erhalten eine Androgendeprivation, wenn möglich kombiniert mit einer Chemotherapie und ergänzt durch eine gezielte symptomlindernde Behandlung (z.B Knochenschmerzen).

Das Prostatakarzinom konfrontiert den Hausarzt mit kniffligen Fragen: Soll er Patienten zum PSA-Screening raten? Wenn ein Karzinom gefunden wird: Wie...

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Die Kombination aus Androgendeprivationstherapie (ADT) plus Abirateron könnte bei Patienten mit neu diagnostiziertem metastasiertem und noch...

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Prostatakarzinome, die nicht kurativ therapierbar sind, werden bekanntlich zunächst mittels biochemischer Kastration behandelt. Die Frage, ob sofort...

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Bei Patienten mit kastrationsresistentem, nicht-metas­tasiertem Prostatakarzinom ist die Verhinderung einer Fernmetastasierung ein wichtiges Ziel. In...

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Ein kastrationsresistentes Prostatakarzinom (CRPC), das nach Enzalutamid progredient ist, spricht schlecht auf weitere androgengerichtete Therapien...

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Invasive und Interventionelle Therapie

Beim lokal begrenzten Prostatakarzinom hat der Patient die Wahl zwischen der radikalen Prostatektomie und einer ebenfalls mit kurativer Zielsetzung durchgeführten Strahlentherapie (perkutan oder als Brachytherapie mit Seeds). Als Alternative zu diesen beiden Formen der Therapie ist eine "aktive Überwachung" möglich, wenn der Patient bereit ist, sich einer engmaschigen Kontrolle (PSA, erneute Biopsie etc.) zu unterziehen, damit eine etwaige Progression rechtzeitig erkannt wird.  

Auch Patienten mit einem metastasierten Prostatakarzinom profitieren von einer radikalen Prostatektomie. So lässt sich eine weitere Streuung des...

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Patienten mit Prostatakarzinom werden nach einer Radiotherapie häufig impotent. Brachytherapie erhält bei 50% der Patienten die erektile Funktion.

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Sollten Patienten mit lokalisiertem Prostatakrebs umgehend operiert werden oder reicht die weitere Beobachtung? Dazu gibt es eine neue...

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Wenn bei Prostatakarzinom-Patienten nach einer radikalen Prostatektomie PSA immer noch nachweisbar ist oder wieder ansteigt, wird in der Regel eine...

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Für Männer, die ein Prostatakarzinom mit niedrigem oder mittlerem Risiko aufweisen, eignet sich die radikale Prostatektomie. In ausgewählten Fällen...

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Beim frühen Prostatakarzinom reichen die Therapieoptionen von der aktiven Überwachung bis zur radikalen Resektion. In zwei Studien wurde untersucht,...

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Prävention

Das PSA-Screening ist umstritten, weil es zahlreiche Karzinome aufspürt, die keiner Behandlung bedürfen und ein günstiger Einfluss auf die Gesamtmortalität bisher nicht nachgewiesen wurde. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) empfiehlt in ihrer Leitlinie, Männer ab einem Alter von 45 Jahren und einer Lebenserwartung von zehn Jahren über den Test zu informieren. Die DEGAM rät in ihrem Sondervotum, nur Männer auf den PSA-Test anzusprechen, die von sich aus den Wunsch äußern. 

Das Schlafhormon Melatonin scheint das Risiko eines aggressiven Prostatakarzinoms zu senken. Dies fanden jetzt Forscher in einer Fallkontrollstudie...

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Acetylsalicylsäure eignet sich offenbar auch zur Prävention von Brustkrebs und Prostatakarzinom. Und der Herzschutz bremst sogar die Metastasierung,...

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Kaffee reduziert das Risiko für ein Prostatakarzinom um mehr als 50 %. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Kohortenstudie – vorausgesetzt, der...

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Eine Warfarintherapie schützt vor Krebs. Dafür spricht zumindest die Auswertung norwegischer Registerdaten. Die hohen Patientenzahlen machen...

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Patienteninformationen

Besteht Verdacht auf ein Prostatakarzinom, muss das verdächtige Tumorgewebe genauer untersucht werden. Standard ist eine Gewebeentnahme mit einer...

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